Sonntag, 2. August 2009

Autor? Schriftsteller? Wie werde ich das eigentlich?


Sowohl „Autor“ als auch „Schriftsteller“ sind
Berufsbezeichnungen, die nicht staatlich geschützt oder reglementiert sind.



Im Gegensatz zu den so genannten „staatlich geprüften“ oder „staatlich
anerkannten“ Berufen ist kein bestimmter (Aus-) Bildungsweg vorgeschrieben, um
sich „Autor“ oder „Schriftsteller“ nennen zu dürfen. Eine solche
Reglementierung wäre ein Einschnitt der im Grundgesetz verankerten
Meinungsfreiheit und Pressefreiheit.





Ich persönlich bevorzuge übrigens die Bezeichnung „Autor“.
Sie ist allgemeiner, schließt neben streng literarischen Texten auch zum
Beispiel Drehbücher oder (Brett-)Spiele mit ein.



Und als Schriftsteller bezeichnet sich gerne jeder
hochgestochen, der einmal ein selbstverfasstes Gedicht in ein Poesiealbum
geschrieben hat. Diese Leute tragen auch gerne „Beruf: Schriftsteller“ ein,
wenn sie in ein Hotel einchecken.[1][2]





Jeder, der hier auf typeer.de oder woanders etwas
veröffentlicht hat, kann sich also guten Gewissens als Autor bezeichnen. Wer es
selbst nicht so ernst nimmt, macht sich zum „Hobby-Autoren“.





Ich habe bereits mein Ziel offenbart, mit meiner Autorentätigkeit
ein Haupteinkommen, zumindest ein Nebeneinkommen zu erzielen. Die Frage ist
also vielmehr: „Wie werde ich ein erfolgreicher Autor?“





Die Beantwortung dieser Frage wird das Hauptthema meines
Blogs sein. Sie ist wohl erst zu beantworten, wenn ich das Ziel tatsächlich
erreicht habe. Der Weg ist das Ziel – es bleibt spannend.














[1]
Schriftstellerverbände verfechten im Gegensatz dazu eine sehr enge Definition
der Berufsbezeichnung des Schriftstellers. Wenn es nach diesen Verbänden geht,
dann dürften sich als Schriftsteller nur Menschen bezeichnen, die z.B. von
ihren Buchveröffentlichungen leben
können, reine Autoren der Belletristik. Doch selbst die Mehrzahl der
Verbandsmitglieder erfüllt diese Kriterien nicht. Die Verbände werten den
Begriff auf, um die eigene Klientel von
Außenstehenden abzugrenzen. Dennoch können sie den Textern der Poesiealben
nicht verbieten, sich als Schriftsteller zu bezeichnen. Es bleibt ein
moralischer Anspruch, mit dieser Bezeichnung nicht zu übertreiben.

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