Etwas
zu veröffentlichen ist ein geiles Gefühl. Wenn das dann
auch noch vielen gefällt oder als anregend empfunden wird, dann
ist es umso besser. Eigentlich ist das schon Antrieb genug, etwas zu
veröffentlichen. Es gibt einem sehr viel.
Nun
stelle ich mich aber hier hin und rede immer davon, mit dem Schreiben
Geld zu verdienen. Ich zeige Möglichkeit um Möglichkeit,
wie einen Text zu Geld gemacht werden kann. Ich beschäftige mich
mit dem Steuerquatsch und versuche, die bürokratisierten Hürden
der VG Wort einfach darzustellen, damit wirklich jeder an der
Ausschüttung teilnehmen und ein paar Zehner für einen
kurzen Text einstreichen kann.
Dem
Hassberg geht es ja nur ums Geld. Hat der denn kein anderes Thema?
Das ist doch blöd, dieses fixiert sein auf das Finanzielle. Der
lässt sich doch für alles kaufen oder bezahlen.
Ein
solcher Eindruck kann entstehen. Er stimmt so aber ganz bestimmt
nicht. Bei allen Möglichkeiten, Geld mit Texten zu verdienen,
habe ich es immer angekreidet, wenn die Freiheit des Autoren
beschnitten wurde. Sei es bei
Trigami,
weil dort die Meinung käuflich ist. Oder sei es bei den
Contenthändlern wie
textbroker,
bei denen ein Autor nichts anderes als ein Textsklave ist, dem
vorgegeben wird, welches Schlüsselwort im fertigen Text wie oft
vorkommen muss.
Jeder
muss mit sich selbst ausmachen, für welchen Job er Leib und
Leben verkauft. Ich könnte mir nichts besseres vorstellen, als
freischaffend zu arbeiten und die Finanzen stimmen dann einfach.
Damit meine ich keine Millionen auf dem Konto, sondern ein Einkommen,
mit dem ich meine Rechnungen bezahlen kann.
Sich
selbst bei textbroker Aufträge
herauszupicken, auf die man Lust hat, kann natürlich erfüllender
sein und mehr Spaß machen, als in einem Nebenjob vom Chef nur
langweiligen Blödsinn auf den Tisch geknallt zu bekommen, der
einem nicht liegt. Sich mit so etwas zu beschäftigen bringt
niemanden weiter. Es bremst nur die Lebensfreude und Kreativität.
Nach so einem Job möchte man nur nach Hause, ab aufs Sofa. Erst
mal von dem Blödsinn erholen.
Ich
aber liebe Arbeit, in der ich voll aufgehe. Sitze ich am
Schreibtisch, um zu schreiben, dann muss schon sonst etwas geschehen,
um mich dort fort zu bekommen. Dann brauche ich auch so etwas wie
„Freizeit“ nicht. Wenn auf diese Art etwas erarbeite, dann ist
das die schönste Zeit des Tages. Ich habe nichts gegen solche
Arbeitstage, die aus 16 oder 18 Stunden Textarbeit am PC bestehen.
Das
Konstrukt der Freizeit wurde auch erst in den Zeiten der
Industrialisierung erfunden, damit die Arbeiter in ihren Höllenjobs
nicht vollkommen zugrunde gehen. Und so ähnlich ist es bis jetzt
ja auch geblieben. Körperliche Anstrengungen haben bis heute
Dank Technik zunehmend abgenommen. Aber die psychischen Belastungen
sind dafür gewachsen. Wen wundert es da nicht, dass die Psyche
heute der Hauptauslöser für Krankheitstage und für
Berufsunfähigkeit ist?1
Wenn
ich wiederholt von und über Geld schreibe, dann nicht, weil es
die schönste Sache der Welt ist. Geld macht nicht glücklich.
Ist jemand ohne Geld unglücklich, dann wird aus ihm höchstens
ein wohlhabender Unglücklicher. Wenn sich sonst nichts ändert,
wird er mit Geld nicht zu einem glücklichen Menschen. Davon bin
ich überzeugt. Echte Freunde zu finden wird mit Geld jedenfalls
nicht unbedingt leichter.
Geld
ist nur eine Nebensache. Geld wird viel zu viel Bedeutung
beigemessen. Und das schreckliche an Geld ist, dass es an Bedeutung
gewinnt, je weniger man davon hat. Weiß man nicht, wie die
nächste Stromrechnung bezahlt werden soll, dann kreisen ganz
plötzlich alle Gedanken nur ums Geld. Und zwar nur noch ans Geld
und wie man daran kommt. Dann wird Geld zu einem alles bestimmenden
Faktor.
Klar,
dass einem in einer solchen Phase nicht gerade die besten Ideen
kommen.
Auf
ein Leben, in dem Geld der alles bestimmende Faktor ist, habe ich
keine Lust. Leider können wir uns nicht ganz frei von Geld
machen. Jedenfalls nicht, wenn wir die Leistungen anderer
beanspruchen wollen. Wer möchte schon auf Strom und fließend
Wasser verzichten?Das abstruse ist: Freiheit von Geld lässt sich
nur durch Geld erreichen. Geld ist einfach nicht mehr wichtig, wenn
man ausreichend davon hat.
Ein
erfüllendes Leben besteht für mich darin, die Ideen zu
verwirklichen, die mir jeden Tag im Kopf herumschwirren, dabei
Menschen Freude zu bereiten und sie zum Nachdenken anzuregen. Wenn es
Möglichkeiten gibt, mir mit dem Schreiben von Texten eine
Existenz aufzubauen und sie zu sichern, dann möchte ich sie auch
nutzen. Nur so werde ich dem Schreiben ausreichend Zeit widmen
können.
Gerne
teile ich das Wissen über diese Möglichkeiten mit euch.
Und Typeer finde ich genial, denn jeder kann hier meine Texte
kostenlos lesen.

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