Dieses Idealbild wird es langfristig so nicht mehr geben, verkündet doch der Großteil der Politiker und Wissenschaftler seit langem, dass der Rentner der Zukunft eine Vielzahl von Beschäftigungsverhältnissen erlebt haben wird und, dass jeder Beschäftigte ein Leben lang zu lernen hat, um dauerhaft auf einem dynamischen Arbeitsmarkt bestehen zu können.
Mach doch erstmal ne Lehre, am besten bei einer Bank!
So oder so ähnlich lautete über Jahre hinweg der zumeist gut gemeinte Rat ganzer Vatergenerationen.
Eine solide Grundlage ist durchaus nicht verkehrt. Dauerhaft im Lehrbetrieb unter zu kommen ist seit absehbarer Zeit utopisch, wie die oben genannte Debatte zeigt. Und durch die Finanzkrise wird erst recht deutlich, wie schnell sich bestimmte Unternehmen und Branchen von ihren Mitarbeitern trennen.
Könnte es nicht eine Alternative sein, auf eigene Rechnung zu arbeiten? In einem Bereich, für den man sich interessiert? Durchaus. Es sollte niemand aus einer Notlösung heraus in die Selbstständigkeit gezwungen werden. Wenn der Elan und die unternehmerische Einstellung fehlt, dann ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.
Allerdings ist das gesellschaftliche Klima nicht gerade freundlich gegenüber Existenzgründern und Selbstständigen. Erstere werden aufgrund ihres gewagten Vorhabens milde belächelt und vorab zum Scheitern verurteilt. Scheitern sie tatsächlich, ist der Spott groß. Anders als zum Beispiel in den USA wird der gescheiterte Gründer nicht für den Mut bewundert, es versucht zu haben. Hierzulande ist das Scheitern ein lebenslanges Stigma. Aufzustehen und es noch einmal zu versuchen ist hier noch schwerer als der erste Versuch.
Aber auch die Selbstständigen die es schaffen, sind allgemein nicht gerade beliebt. Das verachtungsvolle Lächeln gegenüber den Gründern schlägt dann blitzschnell in blanken Neid, mit dem die Selbstständigen ab gestraft werden, die sich der öffentlichen Meinung nach für etwas bessere halten.
Ich würde mir sehr wünsche, dass sich dieses Bild schleunigst ändert. Ein bisschen mehr Mut zum Gründertum tut uns allen gut. Denn Gründer von heute sind die Arbeitgeber von morgen.
Es ist immer ein Wagnis, auf eigenen Beinen stehen zu wollen. Jeder Einjährige weiß das. Und trotzdem hat so gut wie jeder von uns das selbstständige Laufen gelernt. Die einen früher, die anderen später. Unglaublich oft fallen Kleinkinder derb auf die Fresse. Und trotzdem stehen sie immer wieder auf, versuchen es noch einmal.
In der Wirtschaft hingegen kriechen die meisten vor sich hin. Ich vermute, weil es hier selten jemanden gibt, der einem hilft, die ersten eigenen Schritte zu tun und einem sagt „Versuch es, du schaffst das!“.
Woran kann man nun einen wirklich sicheren Arbeitsplatz in der modernen Arbeitswelt erkennen? Ich denke, diese Punkte sind wichtig:
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Man ist nicht so schnell durch einen anderen Mitarbeiter zu ersetzen
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keine Maschine kann den Job übernehmen
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keine Software kann den Arbeitsplatz ersetzen
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Ein Arbeiter aus einem Billiglohnland kann den Job nicht ausführen
Ich behaupte, dass diese Kriterien auf die freiberuflich selbstständige Autorentätigkeit zutreffen.
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Niemand außer mir kann meine Geschichten schreiben. Vielleicht ähnliche oder sogar bessere. Aber ganz bestimmt nicht genau die Texte, wie ich sie mir ausdenke. Noch habe ich das Monopol auf meine Gedanken.
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Eine Maschine oder Software, die kreative Texte hervorbringt? Künstliche, kreative Intelligenz? Ich möchte nicht in der Welt geben, in der es so etwas gibt. Dann wäre der Mensch vollends ersetzbar.
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Der kreative Umgang mit Sprache setzt voraus, diese sehr gut zu beherrschen. Das ist eine sehr große Hürde für einen nicht-Muttersprachler. Aber ich gebe zu, dass es eine große Herausforderung ist, sich gegen die Horde amerikanischer Bestsellerautoren durchzusetzen, die ins deutsche übersetzt wurden und werden
Wie sieht es mit Ihrem Job aus?
Mein Soziologieprofessor sagte in der Einführungsveranstaltung zur Sozialstruktur und Sozialstatistik der Bundesrepublik Deutschland, dass es zum derzeitigen Zeitpunkt die Arbeitsplätze noch gar nicht gäbe, die wir nach dem Studium bekleiden würden. Der Arbeitsmakrt ist unglaublich dynamisch. Ein guter Tipp der Elterngeneration, der in ihrer Zeit Gold wert war, kann heute schon überholt sein. Was früher gut funktionierte, kann heute schon falsch sein.
Wenn Sie meinen Blog kennen, dann wissen Sie bereits, dass es mein Lebenstraum ist, mir meinen Arbeitsplatz selbst zu schaffen. Mit dem Schreiben kreativer Texte. Ich erwarte nicht, dass mich irgendjemand an die Hand nimmt. Ich werde es immer wieder versuchen und solange wieder aufstehen, bis es läuft.

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