Sonntag, 2. August 2009

Schreckensmomente in Situationen der Erwerbstätigkeit




Mein Dasein als Autor hat zurzeit kaum Momente des Schreckens parat – dafür läuft es gerade
viel zu gut. Um Momente des Schreckens im Berufsalltag geht es allerdings in
meiner neuen Kurzgeschichtenserie. Menschen definieren sich selbst über kaum
etwas anderes so stark wie über ihre Berufstätigkeit. Die Existenz hängt
schließlich davon ab, was man tut, wie gut man darin ist und wie viel man
verdient. Der Job teilt das Leben in Arbeitszeit und Freizeit, gibt vor, womit
wir uns in der Arbeitszeit beschäftigen, hat Einfluss auf Freunde, Familie und
den Wohnort.





In den Horrorjobs geht es mir nicht darum, Berufe schlecht zu machen. Es ist vielmehr der
Versuch, aufzuzeigen, dass es immer zu Missverständnissen kommen kann, wenn
Menschen am Werk sind.





Die Helden der Horrojob-Geschichten sind einfache, bodenständige Menschen.

Sie möchten ihren Job mit Liebe und Enthusiasmus
erfüllen, sie handeln aus ihrer Perspektive heraus nach bestem Wissen und
Gewissen. Am Ende stellt sich aber oft heraus, dass eine andere Perspektive ein
anderes Licht auf das Handeln wirft, das ursprünglich gut gemeinte wirkt als
böse Tat. Frei nach Goethes Faust wird in diesen modernen Texten das Motto des
Mephistopheles umgedreht, die Protagonisten sind „Ein Teil von jener Kraft, die
stets das Gute will und stets das Böse schafft.“





Horrorjobs ist ein Schreibprojekt, dass mir schon lange am Herzen liegt.

Es sind noch viele, viele Geschichten in meiner Schublade, die darauf warten, ausgearbeitet und
veröffentlicht zu werden. Es ist also ein Thema, das mich noch lange beschäftigen
und dir als Leser hoffentlich dauerhaft Freude bereiten wird.





Ein Problem meiner schriftstellerischen Schaffenskraft besteht in

meinem Hang zum Perfektionismus.
Ich bin Ewigkeiten mit einer Idee schwanger.
Ruckzuck sind alle wichtigen Kernpunkte erfasst. Wenn ich eine Idee zu einer
Geschichte habe, dann stecke ich den Rahmen in einer Textdatei ab oder schreibe
mir auf Karteikarten kleine Anmerkungszettel.





Bis ich mich dann
wirklich an das tatsächliche Schreiben einer Geschichte heranwage, vergehen
dann Wochen, Monate. Vielleicht sogar Jahre. Es könnte ja vielleicht noch eine
bessere Pointe gefunden werden. Oder der ein oder andere Punkt noch besser
durchdacht werden.





Umso mehr freut es
mich, dass zwischen der Idee zum „Rettungsschwimmer“ bis zur exklusiven
Veröffentlichung auf typeer.de nicht einmal 24 Stunden vergangen sind. Die Idee
kam mir letzten Mittwoch im Schwimmbad. Am Donnerstagmorgen habe ich es mir mit meinem Laptop gemütlich
gemacht und die Geschichte niedergeschrieben.





Das gibt mir Mut und
Hoffnung, dass auch die nächsten Geschichten auf ähnliche Weise zeitnah
entstehen werden.





Bisher sind meine
Geschichten nur unter Druck entstanden. Qual des Weiterlebens war eine
Hausaufgabe in der Elften Klasse (Jahr 1999). Mit der Idee zur Plastiktütenfrau
war ich recht lange schwanger, sie entstand dann in recht kurzer Zeit, weil der
Abgabetermin für den Stadtkind Literaturpreis kurz bevorstand, als ich davon
erfuhr.





Nun werde ich mir
keinen Druck machen, um die anderen Geschichten zu schreiben. Ich freue mich
vielmehr auf das positive Gefühl, eine Geschichte veröffentlicht zu haben. Und
jetzt weiß ich, dass es auch einfach dadurch funktioniert, weil ich es mir
vorgenommen habe.





Das Projekt meiner
freiberuflich selbstständigen Autorentätigkeit nimmt Fahrt auf. Heute habe ich
eine Pressemitteilung zu den Horrorjobs veröffentlicht. Ich bin gespannt, wie
sich das auf die Leserstatistik auswirken wird.





Wenn dir als Leser meine Texte gefallen und du
diesem Projekt zu noch mehr Schwung verhelfen möchtest, dann freue ich mich
sehr über deine Bewertungen, Kommentare, Themenmitgliedschaft, Mundpropaganda
und über das setzen von Lesezeichen. Gelesen zu werden – das ist für mich der
größte Antrieb.

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